Beispiele für Tarifeinstellungen
Da die vielseitigen
Möglichkeiten der Tarifzeilen aus der reinen Beschreibung nicht
unmittelbar ersichtlich sind, werden hier die wichtigsten
Einstellmöglichkeiten gezeigt und durch Funktionsgraphen
anschaulich dargestellt.
Die Beispiele bestehen aus jeweils einem Graphen und der
dazugehörigen Tabellenzeile, also der Preisgestaltung für
eine Sonnenbank. Die Minutenpreise der Tabellenzeile sind dabei jeweils
als Kreuze in den Graphen eingetragen.
In einer Tariftabelle für mehrere
Sonnenbänke kann übrigens für jede Sonnenbank ein
anderer
Graph definiert werden, es wäre also z.B. möglich, alle
Beispiele dieser Seite in eine einzige Tariftabelle einzutragen (die
entsprechende Anzahl von Sonnenbänken vorausgesetzt). Die
Preisgestaltung in den Beispielen hat keinen Bezug zu den Preisen real
existierender Sonnenstudios, sondern wurde rein nach Gesichtspunkten
der möglichst guten graphischen Darstellbarkeit gewählt.
Beachten Sie bitte, dass die maximale Besonnungszeit nicht nur durch
das Tarifsystem vorgegeben wird, sondern auch von den Einstellungen der
Anschlussmodule, bzw. der Hauttypen-Tabellen abhängt.

Dieses Beispiel zeigt einen einfachen Lineartarif, bei dem pro
Besonnungsminute ein Euro gezahlt werden soll. Dem entsprechend wurde
einfach der Preis 1,00 Euro für 01:00 Minuten in die Tabelle
eingetragen und der
"Bindestrich" für die lineare Berechnung aktiviert.
Wenn nur ein einziger Tarifpunkt mit linearem Abschnitt angegeben ist,
führt die Software den linearen Abschnitt über diesen
einzelnen Punkt hinaus, so dass die maximale Minutenzahl nicht begrenzt
ist. Sobald ein zweiter Punkt hinzugefügt wird, begrenzt dieser
Punkt die maximale Anzahl von Minuten und der lineare Abschnitt des
ersten Punktes geht nur vom Nullpunkt bis zum ersten Punkt. Diese
Besonderheit ermöglicht die anschauliche Angabe eines Preises pro
Minute, da ansonsten der maximale Preis für die maximale Anzahl
von Minuten angegeben werden müsste. Außerdem ist die
Eingabe damit abwärtskompatibel zu vorhergehenden Versionen der
Software.
Das Feld "Mindest" könnte auch durch einen Stufentarif ersetzt
werden und wurde ebenfalls aus Gründen der
Abwärtskompatibilität beibehalten.

Dieses Beispiel zeigt
einen einfachen Lineartarif mit Mindestumsatz. Durch die Aktivierung
des Feldes "Mindest" gilt der Preis des ersten Minutenpreises als
Mindestumsatz. Auch hier wird pro Minute ein Euro gezahlt, im Gegensatz
zum vorhergehende Beispiel muss das aber auf den Mindestumsatz
umgerechnet werden.
In der Grafik sieht man, dass der Graph beim Wert 5 Euro beginnt und
einen waagerechten Abschnitt bis zum Punkt 5 Euro/ 5 Minuten hat. Der
Graph beginnt also nicht beim Mindesteinwurf, sondern auch für den
Zeitraum von null bis fünf Minuten kann ein Wert ermittelt werden,
nämlich 5 Euro. Es muss also der Mindesteinwurf vorhanden sein,
dabei ist es aber möglich, eine kleinere Anzahl von Minuten zu
wählen.
Mit null Minuten ist übrigens der Bereich von 0:01 Minuten, also
einer Sekunde, bis 0:59 Minuten gemeint, der Wert Null (Sekunden)
ergibt immer den Wert null Euro und sollte als nicht zum Wertebereich
gehörig betrachtet werden.

Dieses Beispiel zeigt
einen einfachen Stufentarif, bei dem bis zu 20 Minuten 10 Euro kosten
und der lineare Abschnitt nicht aktiviert ist. Wie im Beispiel oben
sieht
man hier eine waagerechte Linie, die allen Minuteneingaben von null bis
zwanzig Minuten den Wert 10 Euro zuordnet.
Zu beachten ist hier, dass der Tarif die maximale Besonnungszeit
"deckelt" und es nicht möglich ist, die Sonnenbank für mehr
als 20 Minuten einzuschalten.
Da bei einem Stufentarif immer ein Mindesteinwurf vorgegeben ist, hat
das Feld "Mindest" hier keine Bedeutung - es kann zwar aktiviert
werden, das hat aber keine Auswirkungen.

Dieses Beispiel zeigt einen gestaffelten Lineartarif, bei dem die
Besonnung
unter 20 Minuten einen Euro pro Minute kostet, im Bereich von 20 bis 30
Minuten aber nur 50 Cent pro Minute. Auch hier ist die Besonnungszeit
"gedeckelt" und kann nicht über 30 Minuten hinausgehen. Für
alle Tarife mit mehr als einem Minutenpreis gilt, dass der letzte
Minutenpreis die Besonnungszeit deckelt.
Dieser Tarif ließe sich auch um einen Mindesteinwurf
ergänzen, indem eine zusätzliche Staffel angehängt wird
und als erster Punkt z.B. 5:00 Minuten für 5,00 Euro ohne
aktivierten linearen Abschnitt eingefügt wird. Das sollte man sich
aber besser frühzeitig überlegen, da Staffeln nur
angehängt werden können und die komplette Zeile neu
eingegeben werden muss, wenn am Anfang ein zusätzlicher
Minutenpreis eingefügt werden soll.

Dieses Beispiel
zeigt einen gestaffelten Stufentarif mit drei Minutenpreisen, wobei der
Graph deutlich den Ursprung des Begriffs "Stufentarif" zeigt.
Es sind drei waagerechte Abschnitte zu erkennen, so dass für den
Bereich von null bis zehn Minuten ein Preis von 10,00 Euro zu zahlen
ist, von zehn bis zwanzig Minuten ein Preis von 20,00 Euro und von
zwanzig bis dreißig Minuten 30,00 Euro.
Die senkrechten Abschnitte sind genau genommen nicht völlig
senkrecht, sondern gehen z.B. von 10:00 Minuten/ 10 Euro bis 10:01
Minuten/ 20 Euro. Diese geringe Abweichung kann im gewählten
Maßstab aber nicht dargestellt werden.

Dieses Beispiel zeigt
einen gestaffelten Tarif mit drei Minutenpreisen und einem linearen
Abschnitt. Damit hat man einen Mindesteinwurf von 10 Euro, im Bereich
von 10 bis 20 Euro kostet die Besonnung ein Euro pro Minute und
für den Bereich von zwanzig bis dreißig Minuten müssen
immer 30 Euro gezahlt werden.
Da spätestens dieses Beispiel zeigt, dass man mit recht geringem
Aufwand über die Verwendung von Staffeln und linearen Abschnitten
fast jeden gewünschten Tarifverlauf darstellen kann, wird
abschließend auf Probleme und nicht darstellbare Tarife
hingewiesen.

Dieses Beispiel zeigt zwei lineare Abschnitte, die durch eine Stufe
getrennt sind:
Wenn die Software bei einem linearen Tarif nicht die erwarteten
Zwischenwerte berechnet, wurde wahrscheinlich versucht, einen Tarif zu
erzeugen, der wie das nebenstehende Beispiel einen Sprung zwischen den
linearen Abschnitten aufweist. In diesem Fall muss zusätzlich der
letzte gewünschte Wert vor der Sprungstelle, also dem neuen
Abschnitt, eingegeben werden.

Dieses Beispiel zeigt abschließend, was man mit dem Tarifsystem
nicht machen kann: Bei einem Tarif muss es sich um eine stetig
steigende Funktion handeln - es ist also nicht möglich, ab einer
bestimmten Anzahl von Minuten wieder weniger Geld zu verlangen. Wenn so
eine Funktion eingegeben wird, sind entweder die Bereiche hinter dem
"Knick" nicht erreichbar, oder die Software nimmt gar keine Eingaben an.
Dieses Verhalten hat mathematische Gründe - die Algorithmen zur
Tarifberechnung sind darauf angewiesen, dass jedem Minutenwert ein
eindeutiger Geldwert zugewiesen werden kann und diese Zuweisung muss
auch umgekehrt funktionieren, um z.B. beim Automaten Minutenwerte auf
wechselbare Geldwerte zu korrigieren.
Am Graphen ist aber leicht zu sehen, dass z.B. für den Wert "15
Euro" zwei Minutenwerte möglich sind (15 Minuten und 30 Minuten)
und die Software "nicht wissen kann" welcher Minutenwert gemeint ist.
Obwohl eine Minuteneingabe einen eindeutigen Geldwert ergeben
würde, verhindert die programmtechnisch notwendige
"Umkehrrechnung" dieses Wertes eine derartige Eingabe.
Beim Bestätigen der Tarifeingaben mit [Ok] werden die vorhandenen
Tarife auf die erforderliche stetige Steigung geprüft und es wird
gegebenenfalls eine entsprechende Warnung "Ungültiger Tarif
entdeckt" ausgegeben. In dem Fall kann mit [Ok] fortgefahren werden
(der Dialog wird geschlossen), oder mit [Abbrechen] das Schließen
des Dialogs abgebrochen und der entsprechende Tarif korrigiert werden.
Ein fehlerhafter Tarif ist insoweit harmlos, dass er zwar nicht
funktioniert, das Programm aber auch nicht abstürzt.
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