Beispiele für verschiedene
Kartenmodelle
Nachfolgend werden die Einstellungen für die häufigsten
Kartenmodelle gezeigt und es wird auf den Hintergrund der
unterschiedlichen Konfigurationen eingegangen. Zum besseren
Verständnis sollte der Artikel Allgemeine Einführung
gelesen worden sein, so dass der grundlegende Aufbau des Tarifsystems
bekannt ist. Ein einzelnes Kartenkonto des Tarifsystems wird
nachfolgend als "Karte" bezeichnet, da das dem üblichen
Sprachgebrauch im Sonnenstudio entspricht.
Für die Einrichtung einer neuen Karte müssen immer ein Tarif
und
eine Aufwertung eingestellt und gegebenenfalls zusätzliche
Optionen aktiviert werden. Details zu den Optionen lassen sich beim Kartenkonto nachlesen. Die Option
"Artikel" sorgt dafür, dass die Karte in der Kartenliste des
Verkaufs angeboten wird. Ansonsten steht die Karte nur für
internen Gebrauch zur Verfügung, z.B. als Aktionskarte oder zur
Aufwahl im Personendialog.
Die folgende grundlegenden Kartenmodelle stehen zur Verfügung:
Debitkarten mit Geldwert
Debitkarten mit Zeitwert
Karten mit Abbuchung,
Abonnements
Karten mit Sonderfunktionen
Debitkarten mit Geldwert
Debitkarten zeichnen sich dadurch aus, dass vor Benutzung der Karte
eine Aufwertung des Kundenkontos vorgenommen werden muss und
nachfolgend diese Aufwertung über einen bestimmten Tarif in eine
Besonnung umgerechnet wird.
Habenkarte
Für die einfachste mögliche Debitkarte muss nicht einmal eine
Aufwertung angegeben werden, da ohne Aufwertung eine Einzahlung einfach
als Haben verbucht wird. Damit dieses Haben auf eine Besonnungszeit
umgerechnet werden kann, ist die Angabe eines Tarifs aber zwingend
erforderlich, ansonsten kann diese Karte nicht benutzt werden.


Im Bild ist die Einrichtung einer einfachen Habenkarte gezeigt. Sie
hat den Namen "Haben", darf als Artikel verkauft werden und das Haben
wird über den Habentarif für alle Sonnenbänke im
Verhältnis 1 € zu
1:00 Minuten in eine Besonnung umgerechnet. Ein Kartenkonto, mit dem
ein Geldbetrag verwaltet wird, erfordert im entsprechenden Tarif also
immer ebenfalls einen Geldbetrag, damit eine Belastung des Kontos
berechnet werden kann. Um einen Unterschied zum reinen Barkunden zu
erzielen, kann diesem
Kartenkonto ein günstigerer Tarif zugeordnet werden, so dass
über die Karte eine höhere Kundenbindung erreicht wird.
Karte ohne Aufwertung
benutzen
Wenn
für dieses Kartenkonto noch die Option "Zahlung ohne Aufwertung"
aktiviert wird, kann der Kunde seine Besonnung wie ein Barkunde
bezahlen, also ohne vorhergehene Aufwertung, kann aber einen anderen
Tarif als ein Barkunde haben.
Bonuskarte
Die häufigste Verwendung einer solchen Geldkarte ist jedoch die
Verwendung als Bonuskarte, bei
der nicht nur ein Haben, sondern auch ein Bonus aufgebucht wird. Die
Trennung zwischen Haben und Bonus hat vor mehrere Gründe:
Genau genommen könnte man den gleichen Zweck, nämlich dass
der Kartenkunde für den gleichen Geldbetrag eine höhere
Besonnungszeit als der Barkunde erhält, auch über einen
günstigeren Tarif erreichen, aber auf diese Art wird dem Kunden
verdeutlicht, dass er im Vergleich zum Barkunden (bei gleichem Tarif)
einen geldwerten Vorteil erhält. Außerdem lässt sich
durch verschiedene Bonusstufen ein Anreiz für eine höhere
Aufwertung bieten, was wiederum die Kundenbindung erhöht, da der
Kunde seine Aufwertung natürlich auch wieder vollständig
verbrauchen will. Außerdem bietet es eine höhere
Planungssicherheit, wenn das Geld schon eingenommen werden konnte,
bevor die entsprechende Leistung erbracht werden muss. Außerdem
bietet der Bonus die Möglichkeit, dass z.B. im Rahmen von
Werbeaktionen, "Geldgeschenke" gemacht werden können, die sich in
der Abrechnung eindeutig vom real eingenommen Geld trennen lassen - das
ist aus steuerlichen Gründen sehr wichtig.
Im nebenstehenden Ausschnitt ist
eine Aufwertung zu sehen, für die eine Bonustabelle definiert ist.
Man sieht hier, dass der Kunden für einen bestimmten Preis nicht
nur ein Haben erhält, sondern auch einen zusätzlichen
Bonusbetrag.
Bei der oben gezeigten Habenkarte muss also nur noch diese Aufwertung
eingestellt werden und man erhält eine Bonuskarte mit einem
Kartentarif. Dieser Kartentarif kann natürlich dem Bartarif
entsprechen (dazu muss nur der gleiche Tarif wie für die
Einstellung "Bartarif" in der Studiokonfiguration ausgewählt
werden), aber es ist natürlich auch möglich, dem Kunden
zusätzlich einen besseren Tarif zu geben. Bei der Kalkulation
sollte dann allerdings beachtet werden, dass diese Kunden eine doppelt
günstigen Tarif bekommen, da die Bonusaufwertung ja schon einem
günstigeren Tarif entspricht.
Die Bonusaufwertung lässt sich wiederum über die Optionen
"Aufwertung in Stufen", "Bonus in Stufen", "Mindestaufwertung" und
"Bonus frei" weiter konfigurieren, so dass z.B. der Bonus erst ab einem
bestimmten Aufwertungsbetrag vergeben wird. Details zu diesen Optionen
lassen sich bei den Aufwertungen
nachlesen.
Happy-Hour-Karte
mit zeitabhängigen Tarifen
Häufig wird in Sonnenstudios eine "Happy Hour" ausgerufen, um eine
gleichmäßigere Auslastung zu erreichen, indem in
umsatzschwachen Zeiten die Preise gesenkt werden. Zu diesem Zweck
müssen die entsprechenden Tarife für "Normaltarif" und "Happy
Hour" angelegt sein und können dann über die Tarifzeiten in Form einer Zeittabelle
für die entsprechende Karte gesetzt werde.
Im gezeigten Ausschnitt ist von Montag bis Samstag bis 12:00 Uhr der
Normaltarif gesetzt und von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr läuft eine
Happy-Hour. Am Samstag wird die Happy-Hour auch nach 14:00 Uhr
fortgesetzt und am Sonntag gilt immer die Happy-Hour. Da diese Tabelle
bis zu 255 Zeilen aufnehmen kann, können beliebig viele Zeitzonen
definiert werden, indem die entsprechenden Tarife in die Zellen
eingetragen werden. Die Anzahl der Tarife ist nicht beschränkt,
sondern
es kann aus allen vorhandenen Tarifen ausgewählt werden. Im
Beispiel beginnt der Normaltarif ab 0:00 Uhr, hier kann aber auch die
Öffnungszeit eingetragen werden. In diesem Fall ist es nicht
möglich, die Karte vor der angegebenen Zeit zu benutzen. Die
letzte Zeile gilt immer bis 23:59 Uhr, also bis zum Ende des Tages.
Auch wenn im Beispiel nur glatte Stunden verwendet wurden, ist es
durchaus möglich, eine Zeile z.B. um 12:30 Uhr beginnen zu lassen.
Vormittags-
oder Wochenendkarte mit eingeschränkten
Benutzungszeiten
Die Zeittabelle lässt sich auch verwenden, um die Benutzung einer
Karte einzuschränken. Zu diesem Zweck muss ein neuer Tarif
angelegt werden, ein sogenannter "Sperrtarif", mit dem das Sonnenstudio
für einzelne Tabellenzellen gesperrt werden kann:


Im Beispiel sieht man eine Zeittabelle, die Vormittags bis 12:30 Uhr
einen Happy-Hour-Tarif anbietet und am Wochenende das Studio komplett
sperrt. Auch hier könnte man die Tabelle erweitern, um
verschiedene Zeitzonen einzurichten. Für einen Nachmittagstarif ab
12:30 Uhr, wird aber nicht unbedingt ein Sperrtarif benötigt, dazu
muss nur die erste Tarifzeile um 12:30 Uhr beginnen. Damit sind schon
alle grundlegenden Möglichkeiten einer zeitabhängigen Nutzung
vorgestellt worden, so dass die studiospezifische Ausgestaltung
unterschiedlicher Tabellen leicht fallen sollte.
Der gezeigte Sperrtarif ist leicht zu verstehen - als Standard für
alle Sonnenbänke ist nichts eingetragen, so dass
das System keine Besonnungszeit berechnen kann und die Sonnenbänke
nicht benutzt werden können.
Clubkarte mit
eingeschränkter Sonnenbank-Nutzung
Ein Sperrtarif kann aber nicht nur genutzt werden, um als "Standard"
alle Sonnenbänke eines Studios zu sperren, sondern es können
auch einzelne Sonnenbänke gesperrt werden, indem für sie eine
Zeile angelegt wird, in der "Minuten" und "Preis" ebenfalls einfach
leer sind, was dem Wert Null entspricht. Eine mögliche Anwendung
wäre z.B. eine Anfänger- oder "Schnupperkarte", in der
einzelne Sonnenbänke gesperrt werden. Mit Einführung der
Leistungsgrenzen für die Bestrahlung wird es zwar weniger wichtig,
besonders "starke" Sonnenbänke für den Anfänger zu
sperren, es kann aber auch sinnvoll sein, die Nutzung besonders
gefragter Sonnenbänke für einzelne Anwendergruppen zu
sperren. Auch wäre es möglich, einen "Kollagen-Club"
anzulegen, so dass Sonnenbänke mit Kollagen-Röhren nur mit
bestimmten Karten benutzt werden können. Dazu müsste man sie
allerdings in allen anderen Tarifen sperren und nur bei dieser Karte
freigeben.
Debitkarten mit Zeitwert
Bisher ließ sich das Tarifsystem über das Modell von
Preislisten gut erklären, über die für die
Sonnenbänke ein Geldbetrag in eine Besonnungszeit umgerechnet
wird. Es kommt aber vor, dass eine Anzahl von Besonnungsminuten direkt
verkauft werden soll, eine Anzahl von Studiobesuchen verwaltet, oder
gar ein bestimmter Zeitraum freigegeben werden muss, z.B. ein Monat
Nutzungsdauer für das Sonnenstudio. Bei so einer Anwendung besteht
kein direkter Zusammenhang mehr zwischen dem Verkaufspreis und der
Besonnungszeiten, so dass im Tarifsystem noch ein so genannter Abotarif benötigt wird.
Mit einem
solchen Abotarif, können die Sonnenbänke für eine
Besonnung freigegeben werden, ohne dass die Umrechnung eines Geldwertes
nötig ist - es handelt sich einfach nur um eine maximale
Besonnungszeit. Im nebenstehenden Beispiel ist für das gesamte
Sonnenstudio die Besonnungszeit auf 25 Minuten begrenzt, wobei
natürlich auch hier für einzelne Sonnenbänke abweichende
Zeilen angelegt werden können, bzw. ganz auf die Standard-Zeile
verzichtet werden kann.
Für die nachfolgenden Karten muss über den Eintrag Tarife
also ein Abotarif eingestellt werden, was nicht nur durch die direkte
Angabe eines Abotarifs, sondern auch über eine Zeittabelle
erfolgen kann. Bei der Angabe einer Zeittabelle kommt vorwiegend die
Einschränkung der Nutzungzeiten in Frage, z.B. die
Beschränkung auf Wochentage mit einer Zeittabelle, die nur
Abotarife und Sperrtarife enthält (siehe oben). Ansonsten
unterscheiden sich die unterschiedlichen Typen von Zeitkarten
vorwiegend über die Aufwertung.
Zehnerkarte, Minutenkarte
Im
nebenstehenden Beispiel ist die Aufwertung für eine Zehnerkarte
gezeigt. Das Prinzip, dass der Kunde für einen Aufwertungspreis
ein bestimmtes Haben erhält, ist hier nur auf weitere
Aufwertungsrubriken erweitert worden, so dass der Kunde hier für
eine Aufwertung von 50,00 Euro zehn Besonnungen kaufen kann. Bei jeder
Besonnung wird ein Besuch abgezogen, bis die Karte wieder aufgewertet
werden muss. Für die Aufwertung können natürlich auch
Staffeln angegeben werden.
Auf die gleiche Weise funktioniert eine "Minutenkarte", indem dem
Kunden für die Aufwertung z.B. 100 Besonnungsminuten, statt 10
Besuche gutgeschrieben werden. In diesem Fall wird bei jeder Besonnung
die Anzahl der Minuten vom Konto abgezogen.
Monatskarte, Karten
für Zeiträume
Ein Aufwertungspreis kann auch in eine Anzahl von Tagen oder Monaten
umgerechnet werden, so dass die Karte das Sonnenstudio für einen
bestimmten Zeitraum frei gibt.
Bei den Monaten handelt es sich um Kalendermonate, so dass es einen
Unterschied macht, ob 30 Tage, oder 1 Monat verkauft werden - die 30
Tage gelten unabhängig vom Kalendermonat, während der Monat
unabhängig von der Monatslänge (28 bis 31 Tage) berechnet
wird. In beiden Fällen wird der Zeitraum in ein Ablaufdatum
umgerechnet, entweder direkt bei Aufwertung, oder bei erster Benutzung
der Karte - das wird über die Option "Gültigkeit direkt
eintragen" der Aufwertung festgelegt.
Der Monat wird vom ersten Tag der Gültigkeit, bis zum gleichen
Monatstag des nächsten Monats berechnet, wenn also z.B. am 15.03.
ein Monat Gültigkeit gekauft wird, geht dieser Monat bis zum
15.04. Wenn ein entsprechender Tag nicht existiert, wird der letzte Tag
des nächsten Monats gewählt, eine Karte, die am 31.01.
gekauft wird, ist also nur bis zum 28.02. gültig.
Die Nutzung von
Karten einschränken
Da eine
Karte, die ohne weitere Einschränkungen für einen bestimmten
Zeitraum gültig ist, eine erhebliches Missbrauchspotential birgt,
z.B. über die Weitergabe der Karte, gibt es zusätzliche
Kartenoptionen, um die Nutzung einer solchen Karte einzuschränken:
Mit "Sperren Tage" oder "Sperren Stunden" können Sperrzeiten
für die Karte eingestellt werden. Mit "Sperren Tage" gleich Null
kann die Karte mehrmals pro Tag benutzt werden, mit dem Wert Eins nur
einmal pro Tag, mit dem Wert Zwei nur jeden zweiten Tag und so weiter.
Abgesehen von der Einheit Stunden/ Tage existiert noch ein wichtiger
Unterschied zwischen diesen Möglichkeiten: Sperren Stunden ist
unabhängig vom Kalendertag. Ein Wert von 24 Stunden sperrt die
Karte genau für 24 Stunden, so dass sie z.B. nach Benutzung um
18:00 Uhr auch erst ab 18:00 Uhr des Folgetages wieder benutzt werden
kann. Wenn statt dessen aber eine Sperrzeit von einem Tag eingegeben
ist, könnte die nächste Besonnung auch am Morgen des
Folgetages wieder stattfinden, also in einem Abstand von weniger als 24
Stunden.
Um eine Weitergabe zu verhindern, kann dem Kundendatensatz auch ein
Digitalfoto des Kunden zugeordnet werden. Bei der Kartenanmeldung wird
dieses Bild automatisch angezeigt und das Personal kann den Kunden
indentifizieren. Bei Anlagen mit einem Automaten und einer
Thekensteuerung kann über die Option "Nur Personalbedienung"
vorgegeben werden, dass dieser Kartentarif nur über die
Thekensteuerung abgerechnet werden kann. Die Option "Bild zuordnen" hat
mit diesem Thema nichts zu tun, hier handelt es sich um ein Bild der
Karte zur Anzeige im Auswahlmenü des Automaten.
Zur Identifikation des Kunden kann aber auch ein Fingerabdruckleser
verwendet werden, so dass die Karte bei aktiver Option "Fingerabdruck
prüfen" erst nach Eingabe des Fingerabdrucks genutzt werden kann.
So ist die Prüfung des Kunden auch für einen Automaten
möglich.
Die Prüfung der Altersfreigabe gehört nicht zu den
Kartenoptionen, da das System davon ausgeht, dass Karten sowieso nur an
Erwachsene vergeben werden, die Eingabe einer Karte also als
ausreichender Altersnachweis gewertet wird. Für eine
zusätzliche "Gesichtskontrolle" müsste also die schon
besprochene Option "Nur Personalbedienung" aktiviert werden.
Karten mit
Ablaufdatum und kombinierte Karten
Statt das Ablaufdatum über den Verkauf von Tagen oder Monaten zu
errechnen, könnte es über das Feld "Datum" auch direkt
angegeben werden, so dass ein Kunden eine Karte kauft, die bis zu einem
bestimmten Datum gültig ist. Das ist normalerweise aber nicht
sinnvoll, sondern dieses Datum ist als Ablaufdatum für Karten
gedacht, die z.B. im Rahmen einer Werbeaktion ausgegeben werden.
Es ist nämlich nicht nur möglich, die Gültigkeit der
Karte über einzelne Felder zu bestimmen, sondern die Karte ist nur
gültig, wenn alle Felder, für die eine Aufwertung definiert
ist, einen Betrag aufweisen. Wenn in der Aufwertung also z.B. für
den Preis eine Anzahl von Minuten, eine Anzahl von Besuchen und ein
Datum angegeben ist, erhält man eine Karte, die ungültig
wird, wenn entweder die Anzahl von Besuchen erreicht, oder die Anzahl
von Minuten verbraucht ist und die grundsätzlich nur bis zum
Ablaufdatum verwendet werden kann. Auf diese Art könnte auch eine
der oben genannten Karten für Zeiträume durch eine
vorgegebene Anzahl von Besuchen vor einem Missbrauch geschützt
werden.
Bei der Aufwertung ist zu beachten, dass bei ungültigen Karten
keine Restwerte aufaddiert werden. Wenn also bei einer Karte die
Besuche abgelaufen sind, aber noch ein Minutenwert über ist,
werden diese "Restminuten" bei der nachfolgenden Aufwertung einfach mit
dem Betrag der Aufwertung überschrieben. Ausnahmen zu dieser
Regelung bilden reine Geldkonten und die Rabattkarten.
Karten mit
Abbuchung, Abonnements
Die Aufwertung dient nicht nur zur Aufwertung eines Kundenkontos,
sondern kann auch Informationen zur Bearbeitung von
regelmäßigen Abbuchungen enthalten, indem "Ratenzeilen"
eingetragen werden. Auf diese Art können nicht nur Aufwertungen,
sondern auch Abonnements mit Abbuchung vom Bankkonto des Kunden
angeboten und einfach bearbeitet werden. Für die einfache
Bearbeitung von Abbuchungen und die Umwandlung in eine DTA-Datei, die
über Internet an die Bank gesendet werden kann, existiert ein
zusätzliches DTA-Modul.
Auch für die Erstellung und Verwaltung von Verträgen und den
einfachen Verkauf von Abokarten existieren umfangreiche
Zusatzfunktionen, eine entsprechende Übersicht findet sich im
Artikel über Abonnementskarten.
Kreditkarten
Ein Kartenkonto kann durch die alleinige Angabe einer Kreditzeile auch
als reines Kreditkonto betrieben werden. Der Kunde kann das Konto bis
zu einem vorgegebenen Betrag belasten und der Betreiber kann das Konto
über eine Bankabbuchung mit dem DTA-Modul in
regelmäßigen Abständen (z.B. monatlich oder bei
Erreichen einer bestimmten Summe) wieder ausgleichen, es ist aber auch
möglich, einfach nur eine Überziehung zu ermöglichen.
Ein Kredit kann nur für die Felder "Haben" und "Bonus" angegeben
werden, wobei sich die spätere Abbuchung auf den Ausgleich des
Habens beschränkt und der Bonus einfach auf Null gesetzt wird. In
jedem Fall werden bei der Belastung des Kontos zuerst Haben und Bonus
aufgebraucht, bevor eine Kreditbelastung stattfindet. Dann hängt
es von der voreingestellten Reihenfolge der Belastung ab (Bonus zuerst,
Haben zuerst, anteilig, siehe Systemeinstellungen), ob der Kredit
sofort kostenpflichtig ist (Haben wird zuerst belastet), oder dem
Kunden zuerst eine freie Überziehung geschenkt wird. Diese
Einstellung lässt sich allerdings nicht für einzelne Konten
setzen, sondern nur für das ganze Studio, betrifft aber auch nur
den Fall, dass sowohl ein Haben-, als auch ein Bonuskredit gewährt
wird. Wenn nur ein Haben-, oder Bonuskredit eingestellt ist, ergeben
sich die Fälle "Überziehung muss gezahlt werden" und
"Überziehung wird bis zu einem gewissen Betrag geduldet" direkt
aus der Belegung der entsprechenden Felder. Bei einer Aufwertung durch
den Kunden wird der Kredit von der Aufwertung abgezogen, kann also auch
vom Kunden ausgeglichen werden und nicht nur über eine Abbuchung.
Abonnementkarten
Abonnementkarten
bieten
die
Möglichkeit
ein
Kartenkonto
über
regelmäßige
Abbuchungen
bezahlen
zu
lassen.
Dabei können Raten von
zweimonatlich bis jährlich eingestellt, für jede Rate ein
Preis pro Abbuchung definiert und eine Laufzeit in Monaten angegeben
werden. Wenn für ein Konto eine Rate eingestellt ist, können
die entsprechenden Abbuchungen vom Kundenkonto mit dem DTA-Modul verwaltet werden, wobei
für die Konten ein Buchungsdatum verwaltet wird. Beim Verkauf
eines Abokontos wird die Gültigkeit anhand der Monatsangabe
errechnet und eingetragen.
In der Aufwertung wird eine Rate mit Preis für eine
Gültigkeit in Monaten angegeben. Im nebenstehenden Beispiel sieht
man zwei unterschiedliche monatliche Raten (also Abbuchung am 01. oder
am 15. des Monats) für zwei unterschiedliche Laufzeiten im
Monaten, hier 12 Monate und 24 Monate. Für die längere
Laufzeit wird dabei eine geringere Rate verlangt. Für die
Laufzeiten von 12/24 Monaten wird im Beispiel noch eine
zusätzliche Rate angegeben, nämlich eine
vierteljährliche Abbuchung. Die Anzahl der zulässigen Raten,
die beim Verkauf vom Kunden ausgewählt werden können,
kann vom Betreiber unter den vorgegebenen Raten "zweimal monatlich",
"monatlich", "zweimonatlich", "vierteljährlich",
"halbjährlich" bis "jährlich"
ausgewählt werden.
Da die Ratenzahlung grundsätzlich auf Monatsabschnitte
eingerichtet ist, wurde der Eintrag für die Gültigkeit auf
die Monate beschränkt, so dass für ein Abonnementskonto keine
Gültigkeit in Tagen oder bis zu einem Datum eingegeben werden kann
- es wird immer die Gültigkeit anhand der angegebenen Monate
eingetragen.
Ein Abokonto mit Rate und Gültigkeitsdatum erfordert
als
Tarif
einen Abotarif, der schon oben unter "Debitkarten
mit Zeitwert" beschrieben wurde. Über den Tarif können
auch
weitere Eigenschaften der Abonnementkarte eingestellt werden, z.B. ein
"Guten Morgen Abo" über eine Zeittabelle.
Abonnementkarte
mit Aufwertungskonto
Abokarten
können
auch
mit
Aufwertungen
kombiniert
werden,
so
dass
für die Benutzung der Karte nicht nur eine regelmäßige
Abbuchung fällig ist, sondern die Karte zusätzlich
aufgewertet werden muss. Im Beispiel wird zum einen eine monatliche
Rate von 10 Euro für 12 Monate für die Abonutzung definiert,
zum Anderen ist eine Haben-Aufwertung definiert. Ein Aufwertungspreis
kann auch in Bonus, Minuten oder Besuche umgerechnet werden. Nur eine
Aufwertung mit Gültigkeitsangabe für einen Zeitraum (also
Tage, Monate, Datum) ist nicht möglich, da der Zeitraum über
die Rate vorgegeben ist. Wenn ein Aufwertungsfeld Null ist, wird die
Abokarte ungültig und muss aufgewertet werden. Unabhängig
davon wird ein Ratenkonto ungültig, wenn die Gültigkeitsdauer
abgelaufen ist und das Konto nicht automatisch verlängert wird.
Beachten Sie bitte, dass die Aufwertung nur berücksichtigt wird,
wenn ein entsprechender Tarif eingestellt ist, in diesem Fall ein
Minutentarif. Ein Abotarif mit reiner Besonnungszeitbegrenzung
würde Besonnungen zulassen, ohne dass das Haben belastet wird.
Abonnementkarte
mit
Kontingentaufwertung
Für
Abkarten
können
in
der
Ratenzeile
auch Kontingente eingestellt werden, z.B. einen Bonus, oder
eine Anzahl von Besuchen, die bei der Abbuchung der Rate auf das Konto
aufgewertet werden. Auf diese Art kann also eine Abokarte mit einer
beschränkten Anzahl monatlicher Besuche definiert werden. Wenn die
Beschränkung über einen Geldwert erfolgt, muss darauf
geachtet
werden, dass auch ein Tarif vorhanden ist, mit dem der Geldwert
bei einer Besonnung belastet werden kann. Außerdem kann es
sinnvoll sein, eine entsprechende Aufwertung zu definieren. Im Beispiel
wird die Karte bei der monatlichen Abbuchung aufgewertet und wenn
dieser Betrag vor der nächsten Abbuchung verbraucht ist, kann die
Karte über Barzahlung aufgewertet werden.
Karten mit
Sonderfunktionen
Rabattkarten
Über die Benutzung von Rabattkarten gibt es einen separaten Artikel.
Personalkarten
für
unbegrenzte
Benutzung
Für eine Karte, mit der alle Kabinen unbegrenzt benutzt werden
können, muss nur die Option "Besonnung frei" aktiviert werden. Es
ist nicht nötig, einen Tarif oder eine Aufwertung anzugeben,
obwohl die Benutzung der Karte durch einen Sperrtarif
eingeschränkt werden kann. Die Angabe eines Geldtarifs macht die
Karte unbenutzbar, auch wenn "Besonnung frei" aktiviert ist.
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