Aufwertungen
Der Datensatz für eine Aufwertung gibt an, auf welche Art eine
Einzahlung
in
die Aufwertung eines Kundenkontos
umgerechnet
wird. Im Beispiel oben bekommt der Kunde für eine Aufwertung von 25 ¤
ein Haben von 25 ¤ und einen Bonus von 5 ¤. Im zugehörigen Kundenkonto
werden nur die Felder angezeigt, die über die Aufwertung benutzbar
sind, im Beispiel hat das Kundenkonto also nur die Felder "Haben" und
"Bonus", da die anderen Aufwertungsmöglichkeiten nicht belegt sind.
Name Aufwertung
Hier wird der Name der Aufwertung eingetragen. Dieser Name erscheint im
Kundenfenster in der untersten Zeile des Kundenkontos.
Die Typen der Aufwertungszeilen
Für jede Aufwertungszeile kann entweder bei der Neuanlage oder über das
Feld "Typ" ein Typ angegeben werden, über den
unterschiedliche Arten von Aufwertungen eingestellt werden.
Aufwertung:
Bei dem Konto handelt es sich um ein
Debitkonto, das vor Benutzung
aufgewertet wird.
Kredit:
Das Konto kann bis zum angegebenen
Kreditlimit überzogen werden. Der
Wert 10,00 Euro bedeutet, dass das Konto um bis zu 10 Euro überzogen
werden
kann. Überzogene Konten können über das Abosystem ausgeglichen werden.
Rabatt:
Das Konto wird bei jeder Besonnung,
oder bei einem Artikelverkauf aufgewertet. Das entspricht einer
"Rabattkarte", bei der jede Besonnung abgestempelt wird und der Kunde
nach einer bestimmten Anzahl von Besonnungen einen "Treuebonus" erhält.
Bei der Aufwertung kann es sich um einen festen Betrag halten, oder es
kann ein Preis angegeben werden, über den die Aufwertung anhand des
Umsatzes errechnet wird.
Rate Zweimal monatlich, monatlich, usw. bis Zweijährlich:
Diese Einstellungen sind für
Abonnements gedacht, bei denen die Besonnungen nicht direkt bezahlt,
sondern regelmäßig Beträge vom Konto des Kunden abgebucht werden.
Es ist möglich, Konten mit Zeilen unterschiedlichen Typs anzulegen, man
sollte sich dabei aber auf die folgenden Kombinationen beschränken:
- Debitkonto/Kreditkonto mit Typ "Aufwertung" oder "Kredit".
Hier ist es durchaus sinnvoll, beide Zeilentypen zu verwenden, so dass
ein Aufwertungskonto überzogen und nachfolgend wieder aufgewertet
werden kann. Ansonsten hat man die Möglichkeiten eines reinen
Debitkontos (Aufwertung) oder eines reinen Kreditkontos (Kredit)
- Die Rabattkarte kann nicht mit anderen Kontotypen gemischt
werden, da keine direkte Aufwertung möglich ist. Bei Definition einer
solchen Rabattkarte müssen zusätzlich die Attribute "Rabattkarte
Artikel/Sonnen" gesetzt werden, da das Rabattkonto ansonsten nicht
bearbeitet wird.
- Eine Abokarte mit Raten kann mit zusätzlichen Aufwertungen
definiert werden, so dass zusätzlich zum Abo die Besonnungen jeweils
bezahlt werden müssen.
Tabelle mit Typ, Preis, Haben,
Bonus,
Minuten, Besuche,
Tage, Monate, Datum
Jede Tabellenzeile beginnt mit dem Preis, der für die
nachfolgende
Aufwertung gezahlt werden muß. Im Beispiel wird der Preis
direkt in ein
entsprechendes Haben umgesetzt, wobei noch ein Bonus vergeben wird.
Ebenso kann diesem Preis eine Anzahl von Besonnungsminuten (eine
Zeiteingabe in Minuten:Sekunden, wie "10:30", ist möglich),
eine Anzahl
von Besuchen, oder eine Gültigkeit in Tagen und Monaten, bzw.
bis zu
einem bestimmten Datum zugeordnet werden. Diese Felder lassen sich auch
kombinieren, so dass beispielsweise eine Karte für 30 Tage
gültig ist
und maximal 10 Besuche zulässt, oder die Karte nur bis zu
einem
bestimmten Datum gültig ist. Die
Karte wird ungültig,
sobald eines der
Felder des Kundenkontos keinen Wert mehr aufweist.
Es existieren zwei Aufwertungen mit dem Preis Null, zum einen der
Kreditrahmen für das Konto, der eine "Überziehung" des Kontos erlaubt.
Für die
Aufwertung dieses Kontos werden dann wieder Aufwertungen mit einem
Preis
verwendet.
Zum anderen kann die Aufwertung eines Rabattkontos mit dem Preis Null
definiert werden, so dass bei jeder Besonnnung der angegebene
Festbetrag unter
Haben, Bonus, Minuten, Besuche auf das Rabattkonto gebucht wird.
Zeile
Neu/Entf
Mit dem Schalter [Zeile Neu] können weitere Staffelzeilen
eingegeben
werden, z.B. ein Bonus, der nicht linear mit der Aufwertung steigt. Mit
[Zeile Entf] wird die aktuelle Zeile gelöscht, wobei es
unerheblich
ist, dass beim Anklicken einer Zeile die entsprechende Zelleneingabe
geöffnet wird.
[Sortieren]
Mit diesem Schalter kann bei der Eingabe von Tabellenzeile die Tabelle
neu sortiert werden, so dass neue Zeilen richtig eingeordnet werden.
Die Tabelle wird vor dem Speichern oder beim Wechsel auf eine andere
Tabelle oder eine andere Rubrik automatisch neu sortiert.
Aufwertung
in
Stufen
Wenn diese Option aktiviert ist, werden keine Zwischenwerte errechnet,
sondern es muß bis zur nächsthöheren Zeile
aufgewertet werden, bevor
die Aufwertung verbucht wird. Wenn nur eine Zeile vorhanden ist, wird
diese Zeile als Grundlage für die Stufung genommen, so dass
nicht nur
dieser einzelne Preis aufgewertet werden kann, sondern auch das
doppelte, dreifache, vierfache usw. dieser Zeile. Bei einem
Staffeltarif mit mehreren Zeilen stellt sich dieses Problem nicht, da
die möglichen Aufwertungen genau vorgegeben sind. Die Stufen
werden
exakt berücksichtigt, wenn also z.B. beim Automaten eine
Überzahlung
stattfindet, wird nur der Stufenpreis verbucht und der Restbetrag wird
nach der Aufwertung ausgezahlt, bzw. bleibt auf der
Oberfläche
stehen, wenn keine Auszahlung möglich ist.
Die Berechnung der Zwischenwerte erfolgt immer innerhalb einer
Stufe,
nur bei der letzten Stufe wird der Wertebereich
linear fortgeführt. Die Berechnung von Geldwerten erfolgt auf den Cent
genau und die
Berechnung der Minuten ist Sekundengenau. Bei der Berechnung von
Tagen/Besuchen/Monaten wird der Nachkommateil einfach abgeschnitten, so
dass sich wieder eine "Stufung" ergibt und bis zum nächsten
vollen
Tag/Besuch/Monat aufgewertet werden muß. Das ist zwar
unmittelbar
einleuchtend, weist allerdings das Problem auf, dass diese glatten
Werte auch durch eine Einzahlung erreichbar sein sollten. Ansonsten
findet immer eine kleine Überzahlung statt, wenn z.B. ein
glatter Wert
bei 10, 23 EUR liegt, müssen beim Automaten mindestens 10,25
EUR
gezahlt werden, da nicht mit Münzen kleiner 5 Ct gezahlt
werden kann.
Üblicherweise liegt die Stückelung hier noch
höher und fängt häufig mit
50 Ct an.
Sperrzeiten und das Gültigkeitsdatum werden nie berechnet,
sondern
immer unverändert übernommen.
Bonus in Stufen
Mit dieser Option werden für "Haben" (und die anderen Felder
der Zeile)
Zwischenwerte berechnet, jedoch nicht für den Bonus. Der Kunde
bekommt
also keinen anteiligen Bonus, sondern muß erst bis zu einem
bestimmten
Betrag aufwerten, bevor der Bonus gutgeschrieben wird.
Mindestaufwertung
Wenn die Mindestaufwertung aktiv ist, wird die erste Zeile des Typs
"Aufwertung" als Angabe für die Mindestaufwertung verwendet. Wenn die
Aufwertung unterhalb dieses Betrages liegt, erfolgt eine Fehlermeldung
und die Aufwertung wird nicht angenommen. Bitte beachten Sie, dass die
Mindestaufwertung für Personalkarten nicht gilt.
Bonus frei
Diese Option ermöglicht die freie Eingabe eines Bonus, so dass
das
Personal nach Belieben einen Rabatt geben kann - bei der Aufwertung
erscheint eine zusätzliche Eingabe. Es handelt sich um einen
Kundenwunsch, der dem Sinn des Tarifsystems zuwider läuft - es soll
gerade verhindert werden, dass das Personal nach Belieben Preise
festsetzen kann.
Rabattkarte Sonnen
Beim Abgleich einer Besonnung oder Reservierung wird das erste
Rabattkonto des entsprechenden Kunden mit dem Attribut "Rabattkarte
Sonnen" automatisch
aufgewertet. Wenn dem Besonnungskonto allerdings ein Rabattkonto direkt
zugeordnet ist, wird dieses Konto auch aufgewertet, wenn "Rabattkarte
Sonnen" nicht aktiviert ist. Diese Option ist also für Rabattkonten
gedacht, die einem Barkunden als alleiniges Konto zugeordnet sind.
Rabattkarte Artikel
Bei einem Artikelverkauf wird das erste Rabattkonto des entsprechenden
Kunden mit dem Attribut
"Rabattkarte Artikel" automatisch aufgewertet.
Weitere Details im Artikel Rabattkarten.
Gültigkeit direkt eintragen
Bei der Aufwertung einer bestimmten Anzahl von Tagen oder Monaten
besteht die Möglichkeit, dass dieser Zeitraum erst beginnt, wenn die
Karte das erste Mal benutzt wurde und der Zeitraum wird bis zur ersten
Benutzung im Konto zwischengespeichert. Wenn diese Option aktiviert
ist, wird eine Aufwertung direkt in ein Ablaufdatum umgerechnet, so
dass der Zeitraum der Gültigkeit direkt mit der Aufwertung beginnt.
Ausfüllhilfen
Da die Aufwertungen die Kontenstruktur
vorgeben und eine fehlerhafte Zusammenstellung zu schwer
nachvollziehbaren Fehler führen kann, gibt die Software durch farbige
Markierungen Hinweise zur Gültigkeit einzelner Felder.
Eine graue
Markierung zeigt, dass das Feld nicht ausgewertet wird. Im
Beispiel sehen wir, dass Preis und Minuten-Eintrag der Kreditzeile grau
angezeigt werden, weil diese Felder nicht "kreditfähig" sind und von
der Software nicht bearbeitet werden.
Eine gelbe
Markierung dient als Hinweis, dass dieses Feld wahrscheinlich noch
ausgefüllt werden muss, oder bei mehreren Markierungen, dass mindestens
ein Feld ausgefüllt werden muss. Wegen der unüberschaubaren Vielfalt an
Möglichkeiten kann es aber sein, dass die Markierung nicht angezeigt
wird, obwohl die Karte nachher nicht wie gewünscht funktioniert, oder
dass sie angezeigt wird, obwohl die Einstellung richtig ist:
Im Beispiel sehen wir zwei Markierungen. Die Markierung in der zweiten
Zeile der Bonus-Spalte weist darauf hin, dass hier wahrscheinlich ein
Eintrag vergessen wurde und ist wohl richtig. Die Markierung in der
Kreditzeile weist darauf hin, dass hier ein Haben-Eintrag erwartet
wird, es kann aber durchaus sein, dass tatsächlich nur eine
Bonusüberziehung gewünscht wird.
Eine Aufwertung kann also trotz markierter Felder wie erwartet
funktionieren und ist nicht etwa ungültig, wenn gelbe Felder vorhanden
sind.
[Tarifsystem] [Kundenkonto]