Netzwerkeinstellungen des Studioservers
Für den Aufbau von Netzwerken mit mehreren TANtec- Stationen,
müssen alle vorhandenen Stationen in den Netzwerkeinstellungen des
Studioservers
angegeben werden. Der entsprechende Dialog wird im Hauptmenü mit
[Optionen] -> [Netzwerk] aufgerufen. Dieser Menüpunkt wird aber nur
angezeigt, wenn die Netzwerkfunktionen vorher aktiviert worden sind.
Die entsprechenden Optionen werden in den Systemeinstellungen
angezeigt, sind allerdings für die direkte Eingabe deaktiviert und
können nur über eine kostenpflichtige Netzwerklizenz
der Firma TANtec freigegeben wurden.
Im nachfolgenden Beispiel handelt es sich bei den
Stationen um
einen Studioserver Nummer "1" (z.B. Standgerät), eine
zusätzliche Station "2" (Theke)
und eine Fernabfrage "64" für die ISDN-Einwahl. Unter Netzwerkeinrichtung
finden sie eine Grafik, die die Verbindung mehrerer Stationen anzeigt.
Zur Einrichtung einer neuen Station müssen die Daten des Zentralservers
kopiert werden und die Basiskonfiguration zur Festlegung der lokalen
Station muss geändert werden (z.B. die Datei "TANtec/Prg/tt_Basis.cfg"
löschen, oder nach Anmeldung mit der Systempin über [Sonderfunktionen
-> Basiskonfiguration]
ändern). Da über den Netzwerkabgleich jede Station den gleichen
Datenbestand aufweist, unterscheiden sich die Stationen nicht durch
unterschiedliche Datensätze, sondern ausschließlich über eine andere
Stationsnummer in der Basiskonfiguration. Wenn also der Server
ausfällt, kann eine beliebige Station die Aufgaben des Servers
übernehmen, indem die Stationsnummer auf "1" geändert und die
IP-Adresse des alten Servers übernommen wird.
Mit dem Schalter [Neu] wird
für jede Station eine Verbindung angelegt, wobei die
Studionummer und die Stationsnummer vom Dialog abgefragt werden.
Mit [Entf] kann ein
Eintrag gelöscht werden.
[Verbinden] startet eine
Verbindungsaufnahme mit dem Studioserver, so dass die aktuellen
Einstellungen für eine Station ausprobiert werden können. Zur
Kontrolle, ob die Verbindung auch aufgenommen wurde, sollte vorher die
Netzwerkseite der Systemansicht
aufgeklappt werden, der Einstellungsdialog bietet da keine
Kontrollmöglichkeiten.
Einstellungen Netzwerkstationen

Die Einstellungen für Studioserver
mit der Stationsnummer 1 bieten die
umfangreichsten Möglichkeiten:
Es muss eine IP-Adresse
oder ein Hostname eingegeben werden, damit Netzwerkstationen
eine
Verbindung mit diesem
Server aufnehmen können. Die Adresse hängt von der lokalen
Netzwerkkonfiguration ab, die Adresse "10.1.1.1" ist nur ein Beispiel.
Die Verwendung von statischen IP-Adressen hat den Vorteil besonders
schneller Verbindungsaufnahme, es kann aber auch ein Domainname wie
"PC_Automat" verwendet werden. Auch kann ein Port
angegeben werden, der vom automatisch eingesetzen Standardport "10010"
abweicht.
Für die Absicherung der Verbindungen über ein Passwort wurde ein
einfaches Modell der Authentifizierung mit einem Serverpasswort
verwendet, statt für jede Station ein Passwort zu vergeben. Es kann ein
"Passwort Netzwerk"
für die Netzwerkverbindungen von Stationen des gleichen Studios
angegeben werden, was für die Einwahl zur Fernabfrage sinnvoll ist, um
eine unbefugte Abfrage zu verhindern. Ein weiteres "Passwort Fremdstudio" kann für die
Fernvernetzung vergeben werden, so dass auch die Verbindungsaufnahme
für die Kartenübertragung abgesichert werden kann. Die Passworte können
im Klartext kontrolliert werden, indem die entsprechende Eingabezeile
angewählt und die Eingabetaste gedrückt wird.
Wenn ein Passwort
eingetragen ist, prüft der Studioserver bei der Annahme einer
Stationsverbindung, ob der Station das Passwort ebenfalls bekannt ist.
Das erfolgt anhand der verschlüsselten Prüfsumme eines
Zufallsstrings, so dass die Passworte nicht zwischen den
Stationen übertragen werden müssen. Das Passwort darf zwar als
Passphrase beliebig lang sein, es werden aber nur die ersten 64 Zeichen
für die Verschlüsselung verwendet.
Das Sicherheitsniveau der Netzwerkverbindung ist damit sehr hoch, so
dass bedenkenlos ein Port zum Internet geöffnet werden kann: Ein
beliebiger "Hacker" hat auf Grund des aufwändigen Protokolls mit
Prüfsummen und mehrschrittiger Anmeldung hier keine Chance! Es ist zwar
denkbar, dass jemand die IP-Adresse/Domain und
Studionummer herausfindet, eine richtige Annahme über die
Stationsnummer macht (z.B. "64" als empfohlene Vorgabe) das Protokoll
analysiert und einen Brute-Force-Angriff auf das Passwort startet
(Zeitverzögerungen für die Anmeldung sind nicht realisiert) aber selbst
dann sollte ein Erfolg sehr lange auf sich warten lassen (wenn nicht
gerade der Name des Sonnenstudios oder ein ähnlich einfaches
Passwort verwendet wird). Falls für die Einwahl auch noch eine andere
Stationsnummer gewählt wurde, ist eine Einwahl nur noch möglich,
wenn die Einwahldaten bekannt sind. Auch die Firma TANtec
hat hier keine Chance, da es in der Software, abgesehen von der lokalen
Anmeldung mit der von uns vergebenen Studiopin, keine "Hintertüren"
gibt.
Wenn eine Telefonnummer
eingegeben wurde, nimmt die Station Anrufe an und sollte bei
Programmstart automatisch den ISDN-Server laden. Falls mehrere
Gerätenummern vorhanden sind (ISDN-Mehrfachrufnummer), nimmt der Server
nur
auf der angegebenen Nummer Anrufe entgegen. Die Nummer kann mit
zusätzlichen Zeichen eingegeben werden, z.B: "0261-9277800", das
Programm berücksichtigt nur die Zahlen und überspringt
Zeichen wie "-".
Normalerweise legt die Software nur Magnetkarten mit der eigenen
Studionummer
selber an, wenn "Fremdkarten anlegen"
aktiviert
ist,
werden
im Fall einer Fernvernetzung aber auch Karten der
vernetzten Studios neu angelegt. Das hat allerdings den Nachteil, dass
jedes Mal, wenn eine Karte neu angelegt wird, die vernetzten Studios
abgefragt werden müssen, ob die Karte nicht schon in einem Studio
bekannt ist.
Bei der Fernvernetzung von mehr als zwei Studios kann eines der Studios
als "Zentralindex" ausgewählt
werden. Jedes Studio verwaltet einen Kartenindex, in
dem
steht, in welchem Studio eine bestimmte Magnetkarte zur Zeit geführt
wird. Auf diese Art kann eine Magnetkarte schnell gefunden werden, ohne
dass "hinterhertelefoniert" werden muss, wenn der Kunde zwischen
Studios gewechselt hat. Wenn ein Zentralindex angegeben ist, wird der
lokale Index zum vorgegebenen Zeitpunkt und im vorgegebenen Abstand von
Tagen mit diesem Zentralindex abgeglichen, so dass der aktuelle
Verwaltungsort von Magnetkarten im gesamten Netzwerk verbreitet wird.
Die
Felder "Abgleich" und "Zähler" dienen ebenfalls der Verwaltung des
Kartenindex.

Für eine lokale Netzwerkstation,
also
z.B.
der
Kombination aus Automat und Thekensteuerung,
muss der Verbindungstyp "Lokales Netzwerk"
eingestellt werden und die IP-Adresse der Station angegeben werden,
damit der Server bei Programmstart mit den Stationen eine
Netzwerkverbindung aufnimmt. Für eine Station oder ein vernetztes
Studio, das sich über Internet verbindet, muss ebenfalls eine
IP-Adresse oder ein Domainname angegeben werden.

Bei der ISDN-Verbindung
sind keine weiteren Eingaben notwendig, es reicht die Einwahl einer
bestimmten Stationsnummer zu legitimieren - die Kontrolle erfolgt
über das Passwort Einwahl des Studioservers Station "1".
Für externe Stationen die über ISDN oder das Internet mit dem Server
verbunden werden, stehen zwei zusätzliche Optionen zur Verfügung:
Die Übertragung von Kundenfotos, die im lokalen Netzwerk immer aktiv
ist, kann hier mit "Fotos übertragen"
deaktiviert
werden,
so dass bei langsamen Verbindungen ein reiner
Datenabgleich durchgeführt werden kann, ohne dass die Kundenfotos
übertragen werden. Da die Dateigröße der Kundenfotos relativ hoch ist,
wird so der Abgleich erheblich beschleunigt.
Im lokalen Netzwerk übernehmen alle Stationen beim Programmstart die
aktuelle Uhrzeit vom Server, damit die Vorgänge des Sonnenstudios
chronologisch richtig verarbeitet werden. Bei externen Computern ist es
aber möglicherweise nicht erwünscht, dass bei jedem Abgleich die
Uhrzeit des Sonnenstudios übernommen wird, so dass diese Eigenschaft
mit "Uhrzeit übernehmen"
eingestellt werden kann.
Mit der Option "Aus" der Verbindungseinstellungen kann eine Station
deaktiviert werden, z.B. wenn ein lokaler PC defekt ist.
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