Programm- und Dateistruktur
Dieser Artikel beschreibt den grundlegenden Aufbau der Studiosoftware,
also die Bedeutung der einzelnen Dateien und die Aufteilung auf
entsprechende Verzeichnisse.
Die Studiosoftware besteht aus mehreren einzelnen Programmen (z.B.
"tt_Server.exe") und Icons für die Schalter, z.B. "ico_Tarife" für das
Icon auf dem Tarifschalter. Die
Einzelprogramme verbinden sich als Module über die Loopback-Adresse
127.0.0.1 des TCP/IP-Netzwerks mit dem Serverprogramm und fordern alle
Daten über diese Netzwerkverbindung vom Server an, bzw. gleichen
Änderungen dieser Daten mit dem Server ab, so dass sie im gesamten
System übernommen werden. Nach dem Start werden die Module auch im
Speicher gehalten, wenn der entsprechende Dialog geschlossen wurde,
damit z.B. beim Aufruf der Personen nicht jedes Mal eine Verzögerung
auftritt, wenn die Daten vom Server geladen werden. Auf diese Art kann
die Software als modulares
System eingesetzt werden, das je nach aktueller Anforderung
zusammengestellt und in den Speicher geladen wird. Damit wird nicht nur
Ausbau und Weiterentwicklung der Einzelprogramme erleichtert, sondern
es können auch leicht kundenspezifische Erweiterungen angekoppelt
werden. Durch die strikte Aufgabenteilung der Programme wird auch die
Fehlersuche erheblich vereinfacht und Fehler können sich nicht mehr so
leicht auf das Gesamtsystem auswirken. Falls ein einzelnes Modul
"abstürzt" hat das keine Auswirkungen auf den Server oder die
anderen Module. Auch ist es möglich,
Einzelprogramme irgendwo im Netzwerk laufen zu lassen, z.B. eine
Studioübersicht auf der wirklich nur das Modul zur Darstellung der
Studioübersicht läuft. Die Hintergrundbilder und Bilder der Sonnenbänke
zählen ebenfalls zu
den Programmressourcen, da sie im laufenden Betrieb nicht geändert
werden müssen.
Für den Betrieb mit einer eingeschränkten Benutzeranmeldung müssen nur
die Datenverzeichnisse
für
das
Lesen
und
Schreiben freigegeben werden, während diese
Programmressourcen nicht mehr geändert werden müssen.
Die
Programm- und Datenverzeichnisse werden nicht in der
Registry abgelegt, oder aus den Standardpfaden ermittelt, sondern in
die Datei "tt_Basis.cfg" geschrieben. Wenn diese Datei nicht
existiert ruft die Software den nebenstehenden Dialog für die
Einrichtung der Basiskonfiguration auf.
Lokales Studio gibt die vierstellige
Studionummer des lokalen Studios an, z.B. "1234"
oder "1007". Anhand dieser Nummer wird im Datenverzeichnis das
Studioverzeichnis eingerichtet, z.B. "c:\TANtec\tt_1234". Auf diese Art
können in einem Datenverzeichnis mehrere Studioverzeichnisse
eingerichtet werden, z.B. für vernetzte Studios. In diesem Fall gibt
"lokales Studio" an, mit welchem der vorhandenen Verzeichnisse
gearbeitet werden soll.
Lokale Station gibt die
Stationsnummer des PCs im TANtec-Netzwerk an, z.B. "1", wenn auf diesem
PC die TANtec-Software als Einzelplatzversion oder als Studioserver
laufen soll. Bei einer Stationsnummer größer Eins handelt es sich um
einen Clienten, der nur in Verbindung mit einem Studioserver lauffähig
ist, solche Nummern werden im Rahmen der Netzwerkeinrichtung vergeben.
Das Programmverzeichnis enthält die Verzeichnisse "Doc"
für die Dokumentation und die Hilfe-Dateien und das Verzeichnis "Prg"
für die Programmdateien und zugehörigen Ressourcen. Abgesehen von der
einmaligen Konfiguration bleiben die Dateien im Programmverzeichnis
unverändert, können also schreibgeschützt werden, so dass sie nicht
irrtümlich gelöscht oder von einem Virus verändert werden können.
Das Programmverzeichnis kann ein beliebiger Pfad sein und das
Studio-Programm kann auch bei den Windows-Programmen unter
"c:\Programme\TANtec" installiert werden.
Das Datenverzeichnis kann
ebenfalls abweichend vom Programmverzeichnis angelegt werden,
z.B. unter
"C:\Dokumente und Einstellungen\TANtec".
Es hat sich allerdings auch als vorteilhaft erwiesen, ein einzelnes
Verzeichnis "c:\TANtec" (oder c:\TANtec_4") zu verwenden, da so beim
Wechsel des PCs einfach der gesamte Zweig auf den
neuen PC kopiert werden kann. Auch sind die Programme und Daten leicht
zu finden, was bei telefonischer Beratung hilfreich ist. Die
abweichenden Installationsmöglichkeiten sind daher nicht Bestandteil
der Standardinstallation, sondern müssen vom Kunden durchgeführt
werden.
Das Backupverzeichnis gibt den Pfad für die
Datensicherung an, normalerweise die Diskette, es kann hier aber z.B.
auch ein Netzlaufwerk oder ein USB-Stick angegeben werden.
Mit [Eintrag Registry] wird
beim Bestätigen mit [Ok] in der Registry unter
"HKEY_CLASSES_ROOT\TANtec" der Eintrag "Standard" mit dem Pfad auf die
aktuelle "tt_Basis.cfg" angelegt. Wenn der Server die Datei
"tt_Basis.cfg" nicht im eigenen Programmverzeichnis findet, wird in der
Registry nach diesem Eintrag gesucht und die "tt_Basis.cfg" aus dem
angegebenen Verzeichnis geladen. Wenn sie auch dort nicht
gefunden wurde, wird der Einrichtungsdialog aufgerufen, da das Programm
ohne ein Datenverzeichnis nicht lauffähig ist.
Mit [TANtec Port] kann eine
abweichende Portnummer eingestellt werden, falls der
TANtec-Standardport 10010 belegt sein sollte.
Die [Automatische Anmeldung] sorgt
dafür, dass das Programm ohne Passwortanmeldung startet und den
angegebenen Benutzer anmeldet. Die Kundennummer muss im Personendialog
nachgeschlagen werden (Nummer in spitzen Klammern, siehe Grafik mit
Nummer "< 2121 >"). Hier kann entweder eine Kundennummer mit
Passwort eingegeben werden (z.B. "1" für den Vorgabeeintrag "TANtec
Zentralsteuerungen" mit Passwort "tt", oder das Wort "System" mit der
Systempin. Die Passworte werden nicht im Klartext, sondern in Form der
Prüfsummen gespeichert, so dass sie nicht nachträglich gelesen werden
können.
Mit [Sprache] kann bei der
Einrichtung die zu verwendende Sprache des Studios eingestellt werden,
also z.B. "de", "nl".
Mit [Ok] wird die angegebene
Konfiguration übernommen und der Server gestartet, mit [Abbrechen] wird das Programm
beendet.
Die Basiskonfiguration legt für
alle nachfolgenden Verzeichnisse und Dateien den Standort im
Dateisystem fest.
Im Beispiel sieht
man links den Baum einer typischen Verzeichnisstruktur und der Inhalt
des Verzeichnisses
"Prg" wird als Liste auf der rechten Seite angezeigt. Das Verzeichnis
"TANtec" dient hier als gemeinsames
Wurzelverzeichnis, das sowohl die Programm- als auch die
Datenverzeichnisse enthält. Die Verzeichnisse "Doc" und "Prg" sind
Programmverzeichnisse, deren Inhalt sich im laufenden Betrieb nicht
ändert. Sie können also für den aktuellen Benutzer gesperrt werden, so
dass nur der Administrator neue Programmversionen installieren kann.
Das Verzeichnis "tt_1007" ist dagegen das Datenverzeichnis für das
Studio mit der Nummer 1007, in dem die
laufenden Vorgänge verwaltet werden, also die Studiodaten und
Programmeinstellungen. Es muss dem Benutzer oder dem Programm erlaubt
sein, in diesem Verzeichnis Daten zu ändern, z.B. durch eine Freigabe des
Verzeichnisses für diesen Benutzer.
Das Verzeichnis "Prg" enthält folgende
Programmdateien und Unterverzeichnisse:
tt_Server.exe
Lokaler Server für die Verwaltung der
Studiodaten, der Netzwerkkommunikation und des Bussystems. Der Server
ruft bei Bedarf die folgenden Module auf:
tt_Log.exe
Statistikprogramm zur Auswertung und
Verwaltung der Logdaten.
tt_Personen.exe
Verwaltung der Personendaten
tt_Studio.exe
Kundenfenster und Verwaltung der
Sonnenbänke
tt_Tarife.exe
Verwaltung des Tarifsystems
tt_Verkauf.exe
Verkaufsdialog und Artikelverwaltung
tt_Update.exe
Programm zur Verwaltung von
Update-Archiven und Durchführung von Updates
tt_DTA.exe
Zusatzmodul für die Auswertung von
Abonnements und die Erzeugung einer DTA-Datei
tt_Finger.exe
Zusatzmodul für den Betrieb eines
Fingerabdruck-Lesers
tt_Isdn.exe
ISDN-Server für die Vernetzung von
Studios und die Fernwartung
tt_Kartenleser.exe
Zusatzmodul für den Betrieb eines
Chipkartenlesers
tt_Texte.sys
Die Texttabellen für die Übersetzung
von Programmausgaben
ISDN.cfg
Konfigurationsdatei des ISDN-Servers
tt_DTA.sys
Konfigurationsdatei des DTA-Moduls
blz_20080908.txt
Abovertrag.html
Vorlage für den Ausdruck eines
Abovertrags
[Bnk]
In diesem Unterverzeichnis sind die
Bilder der Sonnenbänke abgelegt. Es werden nur Bilder aus diesem
Verzeichnis vom Programm angezeigt, so dass es nicht möglich ist, bei
den Sonnenbänken Bilder aus verschiedenen Verzeichnissen einzustellen.
[Hgd]
Hier sind die Hintergrundbilder
abgelegt. Genau wie bei den Sonnenbänken kann nur dieses Verzeichnis
für Hintergrundbilder verwendet werden. Die Kundenoberfläche ist in der
Lage, den Inhalt dieses Verzeichnisses als "Diashow" anzuzeigen (siehe
Konfigurationsdialog).
[Ico]
Hier sind die Bitmaps der
Programm-Schalter und die Flaggen der Länderumschaltung abgelegt.
Als Datenverzeichnis ist hier nur das Verzeichnis
"tt_1007" mit folgenden Unterverzeichnissen eingerichtet. Diese
Unterverzeichnisse sind fest vorgegeben und dürfen nicht umbenannt oder
gelöscht werden.
[Bck]
In diesem Backupverzeichnis werden die
letzten 50 Änderungen der Systemdateien abgespeichert. Es handelt sich
um eine reine Sicherheitskopie, die für den Programmablauf
normalerweise unerheblich ist - der Inhalt dieses Verzeichnisses darf
also gelöscht werden. Im Falle eines Dateifehlers oder einer
unbeabsichtigten Löschung von Systemdateien bietet dieses Verzeichnis
die Möglichkeit, die letzte vollständige Datei wiederherzustellen.
[Log]
Dieses Verzeichnis enthält die
statistischen Daten in Form von "Monatsdateien"., z.B. "St200603.log",
wobei der Name das Jahr (2006) und den aktuellen Monat (03, also den
März) enthält.
[Pic]
Das Verzeichnis für die Kundenfotos.
Genau wie Sonnenbänke und Hintergrundbilder können auch Kundenfotos nur
aus diesem Verzeichnis heraus angezeigt werden.
[Sys]
Dieses Verzeichnis enthält die
Systemdateien mit denen das Programm arbeitet, also alle Daten, die für
den Betrieb des Sonnenstudios benötigt werden. Die Systemdateien haben
das Format "Stud_XXX.sys" wobei XXX für die jeweilige Verwendung der
Datei steht, z.B. "Prs" für die Personendatei, "Atk" für die Artikel
usw.
[Txt]
Dieses Verzeichnis enthält
HTLM-Dateien, die im Rahmen von Auswertungen, beim Export oder bei
Bestellungen erstellt wurden. Diese Dateien werden für den Betrieb der
Software nicht benötigt und können ohne weitere Auswirkungen gelöscht
werden. Wenn diese Dateien jahrelang nie gelöscht wurden, kann es
vorkommen, dass das Verzeichnis voll ist und die Ausgabe von
Auswertungen etc. nicht mehr funktioniert. Diese Dateien müssen nicht
"von Hand" gelöscht werden, sondern bei den entsprechenden Ausgaben
werden auch die Funktionen zum "Aufräumen" angeboten.
[Dta]
Dieses Verzeichnis enthält DTA-Dateien
mit Buchungsinformationen für die Übertragung an die Bank. Diese
Dateien haben ein eigenes Verzeichnis, damit möglichst wenig Spielraum
für Irrtümer ist und diese Dateien nicht unter anderen Dateien
herausgesucht werden müssen.
Es existieren die folgenden Systemdateien:
Stud_Atk.sys
Diese Datei enthält alle Artikel und
wird mit der Artikelverwaltung bearbeitet.
Stud_Bus.sys
Enthält die Liste der Sonnenbänke,
sowie die Bus- und Controllereinstellungen aller Netzwerkstationen.
Stud_Fen.sys
Enthält die Konfiguration des lokalen
Kundenfensters und der Kundenfenster aller Netzwerkstationen.
Stud_Kfg.sys
Enthält die lokale Studiokonfiguration
und die Konfigurationen aller Netzwerkstationen.
Stud_Log.sys
Eine Protokolldatei in die alle
Systemvorgänge geschrieben werden. Die Länge dieser Datei ist in der
Systemkonfiguration einstellbar. Abgesehen von der Möglichkeit
Systemvorgänge zu Kontrollieren, liest die Software aus dieser Datei
die aktuelle Prozessnummer. Falls diese Datei gelöscht wurde, kann
diese Nummer allerdings auch aus anderen Dateien wiederhergestellt
werden.
Stud_Prs.sys
Enthält alle Personendaten zusammen mit
den Kartenkonten. Es handelt sich damit um die wichtigste Systemdatei,
da sie die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten bei den Kunden enthält und
diese Informationen nicht wiederherstellbar sind, wenn sie völlig
verloren gehen. Wenn diese Datei tatsächlich verloren geht, oder
irreparabel beschädigt ist, existiert noch die Möglichkeit, die
Personen aus den statistischen Daten wiederherzustellen. Allerdings
müssen dazu die statistischen Daten vollständig vorliegen, ansonsten
ist auch die resultierende Personendatei nicht vollständig.
Stud_Trf.sys
Enthält die Informationen des
Tarifsystems.
Startlog.txt
Der TANtec-Server protokolliert den
Programmstart in der Datei "Startlog.txt". Falls eine Fehlers den Start
des Servers verhindert, kann anhand dieser Datei festgestellt werden,
welcher Abschnitt des Startvorganges fehlgeschlagen ist und den
entsprechenden Fehler beseitigen.Abweichend von den übrigen Dateien
wird "Startlog.txt" nicht im Studioverzeichnis, sondern im
übergeordneten Datenverzeichnis erzeugt, da es unabhängig von der
aktuellen Studiokonfiguration den letzten Startvorgang des
TANtec-Servers protokolliert.
Um alle Studiodaten zu sichern oder auf einen anderen Computer zu
kopieren, müssen also die Verzeichnisse "Sys" und "Log", sowie bei
Benutzung der Kundenfotos auch "Pic" kopiert werden. Alle anderen
Verzeichnisse können durch eine TANtec-Installation wiederhergestellt
werden. Die einfachste Methode ein TANtec-System auf einen anderen
Rechner zu kopieren besteht darin, alle oben genannten Verzeichnisse
auf den neuen Rechner zu kopieren und die Verknüpfungen auf die
Programmdatei "tt_Server.exe" anzulegen. Falls die Basisverzeichnisse
"Programmverzeichnis" und "Basisverzeichnis" geändert wurden, muß die
"tt_Basis.cfg" gelöscht und mit den geänderten Verzeichnissen wieder
neu angelegt werden. Das Verschieben in ein anderes Verzeichnis hat auf
die Systemdateien keine Auswirkungen.
Beim Betrieb eines Netzwerks mit mehreren Stationen werden die
Systemdateien der Stationen von der Software auf dem Stand der Dateien
des Servers gehalten - jede Station enthält also ein vollständiges
Backup aller Studiodaten und kann bei einem Ausfall des Servers nach
Änderung der "tt_Basis.cfg" auf die Stationsnummer eins die Funktion
des Servers übernehmen.
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