Die Fernvernetzung verbindet mehrere
Sonnenstudios, so dass Magnetkarten in allen Sonnenstudios des
Netzwerkes benutzt werden können.
Diese Funktion ist allerdings auf Studiokarten mit der
TANtec-Codierung beschränkt - ein Wechsel von Kreditkarten mit
beliebiger Kennung wird nicht unterstützt.
Wenn ein Kunde das Sonnenstudio wechselt,
ruft das System beim Sonnenstudio an, in dem der Kunde vorher
geführt wurde und fragt den entsprechenden Eintrag aus der
Personenkartei ab. Der Eintrag bleibt im 'alten' Studio erhalten,
wird aber gesperrt, so dass er sich nicht mehr ändern
läßt.
Die Statistik dagegen kann weiterhin aufgerufen werden.
Im 'neuen' Studio wird der Kunde nun genau wie eine lokale
Magnetkarte geführt. Falls der Kunde wieder zurückwechselt,
wird der Eintrag im "alten" Studio wieder aktiviert und
im "neuen" Studio gesperrt.
Gesperrte Einträge werden "verdunkelt" dargestellt und
lassen sich nicht ändern. Es ist aber möglich, gesperrte
Einträge zu löschen, falls die Personentabelle
"aufgeräumt" werden soll. Die Löschung von gesperrten
Einträgen ist immer nur lokal und wird nicht an andere Studios
weitergegeben. Wenn der betreffende Kunde wieder in dieses
Sonnenstudio wechselt, wird der Eintrag neu angelegt.
Im Gegensatz dazu geht das Programm bei der Löschung eines
aktiven Eintrags davon aus, dass dieser Kunde endgültig
gelöscht werden soll und gleicht diese Änderung in der
gesamten
Vernetzung ab. Es werden also überall die Einträge
bezüglich
dieses Kunden gelöscht.
Damit die Kunden auch bei mehreren
Sonnenstudios eindeutig identifiziert werden können, enthält
die Kundenpin neben der laufenden Kundennummer auch die Nummer
des Sonnenstudios, in dem der Kunde angelegt wurde. Diese
Kundennummer bleibt für die gesamte "Lebensdauer"
dieses Kunden unverändert, auch wenn der Kunde mehrfach die
Sonnenstudios wechselt.
Damit wird auch erreicht, dass die statistischen Daten eindeutig
einem Kunden zuzuordnen sind. Es ist zwar nicht möglich, die
kundenspezifischen Vorgänge des Kunden für andere
Sonnenstudios
zu verfolgen, für ein gegebenes Sonnenstudio läßt sich
aber
immer eine Statistik über alle Vorgänge des Kunden in diesem
Sonnenstudio erstellen.
Eine Übertragung der Logdaten des Kunden, so dass sich eine
lückenloser Verlauf der Statistik ergibt, ist nicht möglich.
Die Statistik des Sonnenstudios und damit alle Auswertungen
beruhen auf den Logdaten. Wenn Logdaten eines anderen Studios
übertragen werden, handelt es sich um Vorgänge, die nicht auf
dem lokalen Studio stattfanden und die daher die Auswertungen
verfälschen. Mit dem vorhandenen System ist es nicht möglich,
alle Logdaten in ein Studio zu übernehmen und trotzdem bei der
Auswertung die Daten eines Fremdstudios zu überspringen.
Eine weitere Besonderheit betrifft die Zugriffsrechte von Personalkarten. Die Zugriffrechte von Personalkarten sind immer nur im Ausgabestudio gültig. Bei einem Wechsel bleiben Sie zwar erhalten und sind nach erneuter Anmeldung im Ausgabestudio wieder aktiv, in jedem anderen Studio werden sie aber nicht berücksichtigt und lassen sich auch nicht ändern.
Damit die Wechsel der Kunden nachvollziehbar sind, stellt das Programm mehrere Funktionen zur Verfügung:
Die Wechsel werden in den Kundendaten
vermerkt, wobei immer festgehalten wird, in welchem Studio der
Kunde gerade "aktiv" ist (also die letzte Besonnung
oder Aufwertung durchführte), in welchem Studio er vorher
geführt wurde und wie oft er gewechselt hat.
Diese Informationen werden angezeigt, wenn man im Personendialog
den Schalter [Info] für die Zusatzinformationen betätigt.
In der Einstellung der Ansicht gibt es die Option [Nur Transfer],
mit der die Anzeige der Personendaten so eingestellt werden kann,
dass nur Personen angezeigt werden, die mindestens einmal das
Studio gewechselt haben. Dabei wird aber kein Unterschied
zwischen "aktiven" und "passiven" Personen
gemacht.
In der Statistik wird jeder Wechsel als
Vorgang vermerkt. Im Dialog der Logdaten gibt es die Option
[Transfer], über die diese Vorgänge ein- und ausgeblendet
werden können.
Es ist also möglich, sich eine Liste aller Transfervorgänge
anzeigen zu lassen.
Im Büroprogramm ist es möglich, eine
Auswertung über die Transferdaten im Monat, bzw. Zeitraum zu
erstellen. Diese Auswertung bezieht sich auf die transferierten
Konten, die ja vom Kunden "mitgenommen" werden.
Über diese Auswertung können Ausgleichszahlungen zwischen den
Sonnenstudios berechnet werden, die z.B. nötig sind, wenn
mehrere Betreiber ihre Sonnenstudios miteinander vernetzen.
Wenn ein Kunde in einem Studio aufwertet und dann in ein anderes
Sonnenstudio wechselt und dort sonnt, müssen diese Kosten ja von
dem Studio gezahlt werden, in dem der Kunde aufgewertet hat.
Daher geht die Berechnung der Ausgleichszahlung davon aus, dass
der Kunde sein Guthaben 'mitnimmt', als ob er sich im ersten
Studio sein Restguthaben auszahlen läßt und dieses dann im
nächsten Studio zum Versonnen wieder aufwertet. Das ist
natürlich nicht für jeden einzelnen Kunden nötig,
sondern die
ganzen Wechsel werden über einen bestimmten Zeitraum
zusammengezählt und es wird die Ausgleichsumme aus Beträgen,
die zu zahlen sind (Kunde hat Studio verlassen) und die zu
bekommen sind (Kunde ist ins Studio gekommen) gebildet.
In der Auswertung "Summe der Kartenkonten" auf dem Formular für die Umsatzauswertungen des Büroprogramms werden nur aktive Personen berücksichtigt. Die Konten passiver Einträge wurden ja "mitgenommen" und müssen über die Ausgleichsauswertung bearbeitet werden.
Wenn dieses Netzwerk mehr als zwei Sonnenstudios umfasst, ist ein Abgleich der 'Adressen' von gewanderten Karten möglich, damit die Systeme wissen, in welchem Sonnenstudio der Kunde zur Zeit geführt wird. Auf diese Art wird verhindert, dass die Software einem Kunden 'hinterhertelefonieren' muß, wenn er von Studio A über Studio B nach Studio C wechselt. In diesem Fall weiss Studio C ja nicht, dass der Kunde inzwischen in Studio B geführt wird, sondern würde anhand der Karteninformation zuerst im Ausgabestudio A anrufen.
Aus diesem Grund wird ein sogenannter Kartenindex
geführt, in dem alle gewechselten Magnetkarten
eingetragen werden. Dieser Index kann über [Einstellen] ->
[System] -> [Kartenindex] aufgerufen werden.
Die Einstellung des Zentralabgleiches erfolgt zwar auch in den
Systemeinstellungen, aber über den Schalter [Verbindungen].
Die Indexinformationen werden zum einen bei
jeder Verbindungsaufnahme zum Kundentransfer zwischen den Studios
abgeglichen, zum anderen kann ein Studio als
"Zentralindex" eingerichtet werden, mit dem sich alle
anderen Studios abgleichen können, so dass die Informationen
über alle gewechselten Karten auch in allen Studios vorhanden
sind.
Als Zentralindex sollte dabei immer das Studio gewählt werden,
bei dem die meisten Wechsel zu erwarten sind und kein abgelegenes
Studio, da der Zentralindex immer den umfassendsten Stand hat.
Wenn sich nämlich nacheinander die Studios A, B und C mit dem
Zentralindex abgleichen, bekommt B die Änderungen von A mit und
C die von B und A, wobei C und der Zentralindex nach dem Abgleich
den gleichen Stand haben. Die Informationen von B, C und Z
bekommt A erst wieder beim nächsten Abgleich.
Es ist von daher durchaus sinnvoll, sich über die Reihenfolge
des Abgleiches Gedanken zu machen, so dass die abgelegenen
Studios zuerst abgleichen und die zentralen zuletzt.
Grundsätzlich ist diese verschleppte Informationsübertragung
aber kein Problem, sondern erhöht nur die Wahrscheinlichkeit,
dass die Steuerung einem Kunden hinterhertelefonieren muß, also
zwei oder mehrere Versuche nötig sind, bis das Studio gefunden
wird, in dem der Kunde aktiv ist.
Das ist aber grundsätzlich relativ unwahrscheinlich, da der
Kunde dazu recht schnell zwischen mehr als zwei Studios wechseln
muß. Wenn z.B. jeden Tag ein Abgleich erfolgt, muß der
Kunde
dreimal innerhalb von zwei Tagen in drei verschiedene Studios
gewechselt haben, was wohl nur sehr selten passieren dürfte.
Das System ist sicher auch ohne Zentralabgleich, nur mit
Querabgleich und gelegentlichem Hinterhertelefonieren gut
nutzbar, inwieweit der Zentralabgleich eine Einsparung darstellt,
muß noch durch Auswertung der realen Kundenbewegungen ermittelt
werden.
Die Bedeutung des Zentralabgleichs wird sich wohl vor allem auf
wirklich große Netze erstrecken, z.B. auf Franchise-Unternehmen
mit mehr als 10 Sonnenstudios.
Es ist zur Zeit nicht möglich, den
Zentralabgleich mit der Fernabfrage durch den Besitzer, zu
verknüpfen, sondern es muß immer ein bestimmtes Sonnenstudio
ausgewählt werden.
Das hat allerdings auch mehrere Vorteile:
- nicht jeder Studiobetreiber hat auch einen Heim-PC
- wenn der Studiobetreiber im Urlaub ist, wäre kein
Zentralabgleich mehr möglich
- die Computer in den Sonnenstudios sind zu den Geschäftszeiten
immer an und unter Kontrolle, der Abgleich kann also nicht an
einem "abgestürzten" oder ausgeschalteten Computer
scheitern.
- eine automatische Fernabfrage aller Studios ist zur Zeit nicht
möglich, daher wäre es wenig komfortabel, wenn der Inhaber
gezwungen ist, für den regelmäßigen Zentralabgleich
alle
Sonnenstudios anzuwählen.
Abgesehen von der Möglichkeit schneller
die Daten von Kunden zu finden, hat der Index auch eine wichtige
Funktion bezüglich des Löschens von Personen, sowie der
Kartenrückgabe, bzw. der erneuten Vergabe oder Änderung von
Magnetkarten.
Alle diese Vorgänge werden im Index geführt und zwischen den
Studios abgeglichen. Wenn eine Person gelöscht wird, ober eine
Karte zurückgegeben oder geändert wurde (Defekte Karte
ersetzen), wird diese Information an alle Studios weitergegeben,
so dass die veralteten Index- oder Personeneinträge ebenfalls
gelöscht oder korrigiert werden können.
Beim Programmstart werden die vorhandenen Indexdaten auch auf
überflüssige Einträge geprüft - wenn z.B. eine
Person wieder
in das Ausgabestudio zurückgewechselt ist, kann der Indexeintrag
für diese Person gelöscht werden, sobald alle Studios von
diesem Wechsel informiert wurden, das gleiche gilt für
gelöschte oder geänderte Personendaten.
Zur Zeit können Magnetkarten nur im zugehörigen Ausgabestudio
angelegt und zurückgegeben werden. Vor der Kartenrückgabe
muss
der betreffende Eintrag also wieder im Ausgabestudio aktiviert
werden, dann erst kann die Karten zurückgenommen werden.
Zurückgegebene Karten können auch erst wieder neu vergeben
werden, sobald der entsprechende Eintrag im Index
"verfallen" ist. Ansonsten wäre es möglich, dass zu
einer Karte mehrere Konten existieren und das wäre ein wirklich
schwerwiegender Fehler.
Mit der Software Version 4 ist es möglich, Karten eines Studios auch in anderen Studios neu anzulegen. Zu diesem Zweck exisitert in den Systemeinstellungen die Option "Karten Netzstudio anlegen" die aktiviert sein muss, um die Anlage von Fremdkarten zu erlauben.
Im Normalfall legt das Programm nur Karten des eigenen Studios an, was den Vorteil hat, dass das Studio eigene Karten ohne eine Online-Abfrage direkt anlegen kann. Wenn es dagegen erlaubt sein soll, auch Karten von Fremdstudios anzulegen, muss vor der Neuanlage jeder nicht registrierten Karte, also auch wenn es sich um eine Karte des eigenen Studios handelt, geprüft werden, ob diese Karte nicht schon in einem anderen Studio angelegt wurde und damit übertragen werden muss, statt doppelt angelegt zu werden.
Eine Karte wird also direkt angemeldet, wenn sie lokal bekannt und
aktiv ist..
Eine Karte/Personenkonto wird übertragen, wenn sie lokal bekannt, aber nicht aktiv ist, oder wenn sie aus einem anderen Studio stammt und bei Anfrage festgestellt wird, dass sie dort registriert ist.
Wenn "Karten Netzstudio anlegen" nicht aktiv ist, werden neue Karten des eigenen Studios direkt angelegt, Karten von Fremdstudios dagegen mit einer Fehlermeldung zurückgewiesen.
Wenn "Karten Netzstudio anlegen" aktiviert ist, wird jede unbekannte Karte beim Zentralindex / Partnerstudio angefragt und nur neu angelegt, wenn sie nirgendwo registriert ist, ansonsten findet eine Übertragung statt.
Die Rückgabe/ Löschung einer Karte muss auch speziell behandelt werden - die Karte muss unbedingt auch im Zentralindex/Partnerstudio gelöscht werden, da sie bei einer Abfrage zur Neuanlage ansonsten als abgebrochene Übertragung behandelt wird und ein früherer Zustand des entsprechenden Kundenkontos durch eine Übertragung wieder hergestellt wird.