Fernvernetzung über das Internet

Sonnenstudios können auch über das Internet vernetzt werden. Zu diesem Zweck wird in jedem Studio eine Internetverbindung mit fester IP-Adresse oder einem DynDNS-Service benötigt. Über diese Adresse ist dann der Studio-PC im Internet erreichbar und über sogenannte Ports und die zugehörige Portnummer können dann Dienste wie die TANtec Fernvernetzung mit der Portnummer "10010" aufgerufen werden. Siehe dazu und zur nachfolgenden DynDNS-Einrichtung die Beispiele "Speedport" und "Fritz!Box".

Eine feste IP-Adresse muss beim Internet-Provider gemietet werden, ist bei manchen Internetangeboten aber auch im Paket enthalten und muss nur beantragt werden. Wenn diese Adresse vergeben wurde und bekannt ist, wird sie in die Zugangsdaten des Routers oder des PCs eingetragen und von da an kann dieser Router unter der genannten Adresse aus dem Internet angesprochen werden.

Alternativ kann ein Internetname wie "sonnenstudio.dyndns.net" über einen DynDNS-Anbieter eingerichtet werden, z.B. http://www.dyndns.com/. Die Daten des DynDNS-Zugangs müssen ebenfalls im Router abgelegt werden - viele Router bieten diese Möglichkeit an. Falls das nicht möglich ist, muss auf dem PC ein DynDNS-Programm ausgeführt werden, das den PC/Router wieder neu an die DynDNS-Domain anmeldet, wenn sich die dynamische IP-Adresse geändert hat.

In den Netzwerk-Einstellunge der TANtec-Software kann unter "Netzwerkadresse" nicht nur eine IP-Adresse wie z.B. "122.17.5.233" eingegeben werden, sondern auch ein Domain-Name wie "sonnenstudio.dyndns.net". Wenn die Verbindung hergestellt wurde, wird in den Netzwerkverbindungen der Systemansicht die IP-Adresse zum Domain-Namen angezeigt. In den Systemeinstellungen sollte auf jeden Fall überprüft werden, ob die Fernvernetzung freigeschaltet ist.

Wenn der PC über einen Router angeschlossen ist, muss die Port-Weiterleitung eingeschaltet werden. Da der PC über das Netzwerk mit dem Router verbunden ist, hat er eine lokale Netzwerkadresse und Anfragen an die Internet-Adresse des Routers müssen an diesen PC weiter geleitet werden. Zu diesem Zweck sollte der PC im lokalen Netzwerk eine feste IP-Adresse erhalten. Im Router kann dann für diese Adresse der TANtec-Port "10010" für das TCP-Protokoll frei gegeben werden, der zugehörige Menüpunkt heisst meistens [NAT] -> [Port-Forwarding]. Manche Router zeigen auch direkt die lokalen PCs zur Auwahl an, so dass man nur Port und Protokoll eintragen muss.

Die Anfragen werden nun zwar an den PC weiter geleitet, es muss aber auch überprüft werden, ob dieser Port in der Firewall freigeschaltet ist. Diese Freischaltung ist zwar für den Betrieb der TANtec-Software notwendig, es besteht aber die Möglichkeit, dass die Freischaltung nur für den lokalen PC oder das interne Netzwerk und nicht für Verbindungen nach außen gilt. Wenn die TANtec Software läuft und von außen erreichbar ist, können andere Sonnenstudios oder Netzwerkstationen über diesen Port eine Verbindung mit dem Studioserver aufnehmen und Karten abfragen, oder einen Netzwerkabgleich durchführen.

Bei einer Internet-Verbindung sollte der Port auf jeden Fall über ein Passwort abgesichert werden, so dass für die Verbindungsaufnahme eine Authentifizierung notwendig ist. Die TANtec-Daten werden bei der Übertragung zwar komprimiert, aber nicht verschlüsselt, so dass sie theoretisch vom Betreiber eines Internet-Servers abgefangen werden können. Falls hier Bedenken bestehen, sollte ein VPN-Tunnel benutzt werden.

Zum Prüfen von Netzwerkverbindungen und Ports existiert das TANtec-Tool "tt_IP_Connect".

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