Der ISDN-Server
Der ISDN-Server bietet die Möglichkeit, Netzwerkverbindungen
über eine ISDN-Verbindung zu leiten und ist für den Betrieb
im Hintergrund vorgesehen, so dass beim
Start der Software zuerst nur ein kleines blaues Icon mit gelben
Kreisen in der Systray erscheint, z.B. neben Uhr oder
Lautstärkeregelung. 
Im einzelnen erfüllt der ISDN-Server folgende Funktionen:
- Eingehende Studioverbindungen an den Studioserver weiterleiten
- Neue Studioverbindungen zwischen Studioservern aufnehmen
- Eine Fernwartung mit VNC weiterleiten
Zu diesem Zweck bietet der ISDN-Server zwei Ports an:
- Auf dem TANtec-ISDN-Port, normalerweise 10012, wartet der
ISDN-Server auf eingehende Verbindungen des Studioservers, z.B. wenn
bei Start des Studioservers schon ein ISDN-Server läuft. Über
diesen Port wird der ISDN-Server als Client angebunden und erhält
vom Server Befehle zur Verbindungsaufnahme.
- Auf dem Port "VNC-Client" wartet der ISDN-Server auf eine
eingehende VNC-Client-Verbindung, die über die ISDN-Leitung an den
Port "VNC-Server" weiter geleitet wird. Auf diese Art kann über
die ISDN-Verbindung eine VNC-Verbindung aufgebaut werden.
Der ISDN-Server wird also nur für die Fernwartung direkt
aufgerufen und wird ansonsten vom Studioserver gesteuert.
Für den Betrieb des ISDN-Servers wird eine ISDN-Karte mit
ISDN-CAPI benötigt und die entsprechenden ISDN-DLL-Dateien
müssen installiert sein (z.B. "capi2032.dll"). Diese
CAPI-Schnittstelle wird normalerweise automatisch zusammen mit der
ISDN-Karte installiert, so dass der ISDN-Server immer sofort
lauffähig sein sollte. Wenn das Programm zwar startet, beim Aufruf
der Taste [Wartung] aber die Meldung "Alle Leitungen belegt" erscheint,
ist wahrscheinlich die Capi oder die ISDN-Karte nicht richtig
installiert.
Server-Dialog
Ein Mausklick auf dieses Icon ruft
das Hauptmenü des ISDN-Servers auf, das einen Überblick des
aktuellen Zustands und die Möglichkeit weiterer Eingaben bietet.
Mit dem Schalter [Beenden]
kann das Programm komplett beendet werden (und das Icon verschwindet),
mit den Schaltern [Ausblenden]
oder [x] wird es wieder
ausgeblendet und ist weiterhin über das Icon zu erreichen.
Dieser
Dialog kann auch über die Netzwerkansicht des Studioservers mit
einem Doppelklick auf den entsprechenden Eintrage aufgerufen werden.
Mit dem Schalter [Einwahl]
kann die Einwahl manuell freigegeben werden ("grünes
Lämpchen" ist an), so dass der Server eingehende Daten- und
Fernwartungsverbindungen annimmt. Diese Einwahl muss z.B. im
Sonnenstudio aktiviert sein, wenn eine Fernabfrage des Sonnenstudios
möglich sein soll.
Konfiguration
Über
[Konfiguration] wird ein
weiterer Dialog geöffnet, mit
dem grundlegende Einstellungen geändert werden können:
- Logverzeichnis: Wenn
ein Logverzeichnis angegegeben ist, werden in diesem Verzeichnis die
Verbindungen in Monatsdateien, z.B. "ISDN_2007_11.log" abgelegt. In
dieser Datei findet sich eine Liste aller ein- und ausgehenden Anrufe,
die der Server bearbeitet hat.
- Telefonbuch: Wenn ein Telefonbuch angegeben ist, können
Einträge für
die Fernwartung angelegt werden
- Einwahl: Mit dem Schalter [An] wird die Einwahl bei Start
automatisch aktiviert.
Wenn für die Einwahl eine Telefonnummer angegeben ist, nimmt der
Server nur auf dieser Nummer Verbindungen an, ansonsten wird jeder
eingehende Anruf angenommen.
- VNC-Client: Der VNC-Client für die Fernwartung
(normalerweise TightVNC) muss hier von Hand eingetragen
werden. Er wird automatisch mit den Parametern für eine Verbindung
auf den Port "VNC-Client" (siehe unten) aufgerufen.
- Nebenstelle: Hier kann eine Nebenstellen-Kennung eingetragen
werden, z.B. eine "0".
- Ports - Die Portnummern für Netzwerkverbindungen mit den
ISDN-Server
Bei den Ports handelt es sich um die Standardeinstellungen für die
TANtec-Ports:
"TANtec-ISDN" [ 10012 ] - auf diesem Port nimmt der lokale Studioserver
beim Start Verbindung mit dem ISDN-Server auf.
"VNC-Server " [ 5900] - mit diesem Port nimmt der ISDN-Server
Verbindung auf, wenn er für eine Fernwartung die Daten eines
VNC-Clienten übertragen soll
"VNC-Client" [ 10011 ] - an diesem Port stellt der ISDN-Server den
Endpunkt der Verbindung auf den VNC-Server (siehe oben) zur
Verfügung, so dass z.B. ein VNC-Client mit dieser Portnummer
aufgerufen werden kann.
Mit [Speichern] wird die
Konfiguration als Datei "ISDN.cfg" in das gleiche Verzeichnis
geschrieben, in dem sich die Programmdatei "tt_ISDN.exe" befindet. Mit [Schliessen] wird das Fenster ohne
zu Speichern geschlossen.
Fernwartung
Der
letzte Schalter des Hauptfensters ist [Wartung],
mit
dem
das Eingabefeld für die Fernwartung aufgerufen wird.
Unter "Nummer" wird die Telefonnummer angegeben, mit der die Verbindung
aufgebaut werden soll. Zu dieser Nummer kann als Zusatzinformation der
frei wählbare Studioname eingetragen werden, ein Passwort für
die Aufnahme der Studioverbindung und eine Telefonnummer für
Anrufe im Sonnenstudio, z.B. um eine Fernwartung zu kommentieren.
Sobald mindestens die Nummer eingetragen wurde, kann über den
Schalter [Verbinden] eine Verbindung zum ISDN-Server unter der
angegebenen Nummer hergestellt werden. Die Verbindung wird
normalerweise unmittelbar hergestellt und durch einen grünen
Balken angezeigt, ansonsten erscheint eine Fehlermeldung.
Mit dem Schalter [Einfg] kann
die Nummer in die interne Adressliste eingefügt werden und der
Schalter [Entf] kann sie
wieder entfernen.
Mit dem Schalter [Speichern]
wird die aktuelle Nummernliste im Telefonbuch abgespeichert, wenn
für das Telefonbuch eine Zieldatei angegeben wurde.
Bei bestehender Verbindung ist eine einfache Dateiübertragung
möglich.
Über die VNC-Adresse kann in Netzwerken ein bestimmter Rechner
ausgewählt werden:
Wenn der ISDN-Server z.B. auf dem Rechner "10.1.1.1" läuft, auf
der Theke mit der Adresse "10.1.1.2" aber die Fernwartung
durchgeführt werden soll, kann hier die Adresse der Theke, also
"10.1.1.2" eingegeben werden. Wenn dann mit dem Schalter [VNC] eine VNC-Verbindung
angefordert wird, wird diese auf den angegebenen Rechern
weitergeleitet, so dass die Theke bearbeitet werden kann, obwohl nur
eine ISDN-Verbindung mit dem Automaten hergestellt wurde. Wenn keine
Zieladresse angegeben ist, wird der VNC-Server des Rechners aufgerufen,
auf dem die ISDN-Karte installiert ist.
[ Netzwerk ]